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Wie alles begann...


In den politisch bewegten 60er Jahren des vergangenen Jahrtausends plante man ein glattes Forum und einen sachlich drögen Hörsaal für die neue Integrierte Gesamtschule (übrigens mittlerweile die älteste Schleswig-Holsteins), aber doch bitte keine bürgerlich traditionelle Aula oder gar einen Theatersaal. So etwas wäre politisch oder auch ideologisch gar nicht korrekt gewesen, für einen Schultyp auf dem doch mindestens der "Neue Mensch", wenn nicht gar die Stützen einer neuen Gesellschaft herangebildet werden sollte (Vielleicht hat aber auch einfach nur keiner dran gedacht).
Nun denn: Es dauerte fast zwanzig Jahre bis Ende der achtziger Jahre ein paar theater- und musikverrückte Lehrer sich zusammen fanden, und aus dem unsäglichen Hörsaal einen Theatersaal machten. Da wurden in Eigenarbeit, mit tatkräftiger Unterstützung unserer Hausmeister Jürgen Hansen, Bernd Clasen und Torsten Schümann, ein professionelles umfangreiches Schnakenberg Vorhangschienensystem unter die Decke geschraubt. Aus einem Bildwerferraum wurde ein funktionables Stellwerk, aus einer ungenutzten Druckerei eine Maskenbildnerei, aus leeren Kellerräumen Kulissen- und Requisitenlager. All dieses wurde durch vielerlei Aufführungen aus Eigenmitteln finanziert(!) (vgl. Spielplan). Mittlerweile können wir eine komplette Szenenfläche/Bühne mit eine Grundfläche von 12x8m sowie alternativ ein Theaterstudio mit ca. 100 Plätzen bespielen. Dringend fehlt aber noch eine vernünftige Probebühne. Dann blieben fast nur noch die Träume eines Orchestergrabens und einer Versenkung...
Aber was wäre das Theater, was wäre das Leben ohne Träume...