Bild aus Jesus Christ SuperstarBild aus China-ChorfahrtBild aus Till EulenspiegelBild aus Peer GyntBild aus Peer GyntBild aus Bang Bang, You are deadBild aus König ÖdipusBild aus Till EulenspiegelBild aus Die Rocky Horror ShowBild aus Ali Baba (2003)Bild aus Ali Baba (2003)Bild aus Bang Bang, You are deadBild aus China-ChorfahrtBild aus China-ChorfahrtBild aus Linie 1Bild aus Ali Baba (2003)Bild aus Pinkelstadt - Das MusicalBild aus Masters of ChessBild aus Peer GyntBild aus Till EulenspiegelBild aus Jesus Christ SuperstarBild aus Hair (1993)Bild aus Jesus Christ SuperstarBild aus Jesus Christ SuperstarBild aus AntigoneBild aus Bang Bang, You are deadBild aus Ali Baba (2003)Bild aus Jesus Christ SuperstarBild aus AntigoneBild aus Orpheus in der Unterwelt

Hair (2003)

Das Musical "Hair" wurde 1967 von zwei arbeitslosen Schauspielern- James Rado und Gerome Ragni - geschrieben.
Rado erzählt: "Wir kannten natürlich das traditionelle Broadway-Format, aber wir wollten etwas anderes schaffen, etwas neues, das das ungeheure Lebensgefühl auf die Bühne brachte, das wir in den Straßen spürten."
Die Handlung entwickelte sich aus dem Leben der langhaarigen, friedliebenden, freischwebenden Hippies des East Village in New York. Der Text ergab sich aus verschiedenen Ideen, die auf Servietten, Schmierpapier, gebrauchten Briefumschlägen und Manschetten gekritzelt waren. - Das Ergebnis war ein Musical ohne Textbuch.
Rado und Ragni boten ihr Stück, das sie zunächst "An American Tribal Rock Love Musical" nannten, am Broadway an, ohne bei den erfolgsverwöhnten Produzenten landen zu können.
Dann trafen die beiden auf Joseph Papp, dem legendären Gründer des New York Shakespeare Festivals.
Dieser ermutigte die beiden Autoren an ihrem "Musical ohne Libretto", wie sie es selbst ironisch nannten, weiter zu arbeiten. Zusätzlich kam jetzt Galt MacDermot ins Team, der bei Papp musikalischer Mitarbeiter war und der sich nun voller Eifer in die Hippieszene stürzte, um einen Stil für die Musik zu "Hair" zu finden.
Am 17. Oktober 1967 war schließlich Premiere und erstmal war es gelungen, eine bis dahin oft fälschlich als Subkultur missverstandene jugendliche Ausdrucksform auf die Bühne zu bringen.
Ein Stück US-Gegenwart vor dem politischen Hintergrund des Vietnamkriegs und während der kulturellen Rebellion der jüngeren Generation war in einem Musical eingefangen worden.
"Hair" wurde nach 50 Vorstellungen wieder abgesetzt ohne Aussicht auf Wiederaufnahme.
Nun erschien Michael Butler auf der Bildfläche; er hatte sich in das Stück verliebt und beschloss, das Stück zusammen mit Papp in eine Disco zu verlegen. Im "Cheetah" hatte "Hair" wenigstens geografisch den Broadway erreicht, aber schnell kam man in finanzielle Schwierigkeiten und wieder wurde das Stück abgesetzt.
Aber man gab nicht auf, verhandelte weiter: Tom O'Horgan übernahm die Regie und James Rado die Rolle des Claude. Drei Monate später war das Stück aufführungsreif und fand im Biltmore Theatre einen neuen Spielort. Bei der Wiederaufnahme im April 1968 hatten die Autoren wieder einiges geändert; "work in progress", diesmal lief die Show über 1.700 Mal bis zum 1. Juni 1972.
Ein Kuriosum war die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Bundesstaat Massachusetts, das mit einer Reihe von Auflagen und Verboten eine geplante Aufführung in Boston verhinderte.

1969 wurde "Hair" für zwei Tonys nominiert - Songs wie "Aquarius", "Let the sunshine in" und "Hair" sind seither als Hits um die Welt gegangen.
(aus dem Programmheft zur Aufführung - Text: Saskia Gaulke)